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Wer bin ich und wo will ich eigentlich hin?

Neulich saß ich im Wartezimmer vom Zahnarzt und schaute in eine Zeitschrift. Da fiel ich über einen Artikel von der Autorin Ildiko von Kürthy über die Geschichte einer Befreiung.


Der Beitrag hat mich sehr angesprochen und darüber möchte ich heut mal ein wenig schreiben.

In diesem Bericht ging es um ihre Mutter, die verstarb und nun wollte die Autorin die Rolle ihrer Mutter genauer betrachten und gleichzeitig generell die Rolle der Frauen betrachten.


In einem Absatz schrieb sie: Selbstlosigkeit ! Gilt eigenartigerweise nur bei Frauen als gute Eigenschaft. Der selbstlose Mann dagegen wurde noch nicht erfunden.


Was ist eigentlich meine Rolle ? Tue ich das was ich will oder nur das was ich soll ? Genau hier beginnt die Frage und ich spüre wie sehr Fr. von Kürthy Recht hat mit dieser einfachen aber doch sehr treffenden Frage.

Was ich bemerke, ist das ich mit fast Mitte 50 meine Prioritäten verändert habe. Anders als früher möchte ich keine großen Kompromisse mehr eingehen, sei es bei Menschen, die mir nicht gut tun als auch bei Situationen, die mir nicht gefallen. Früher wäre ich trotzdem höflich geblieben, hätte zugehört und vielleicht noch geholfen auch wenn mein Innerstes dagegen rebelliert hätte. Heute spreche ich aus, was ich möchte, gehe aus der Situation wenn sie mir nicht gut tut und versuche bestimmt und selbstbewusst das zu tun was ich will und weniger das was ich muss.

Klar gibt es Ausnahmen: In der Arbeitswelt muss man Kompromisse schließen, auch mal Dinge tun, die nicht so toll sind, aber es werden deutlich weniger vielleicht weil ich jetzt klarer bin?!

Ich werde sicher dadurch auch unangenehmer und schwieriger für manch Andere.

Aber ich fühle mich dadurch authentischer und freier.


in dem Artikel schrieb die Autorin auch über eine Fr. Dr. Sheila de Liz, eine Gynäkologin und Autorin und sie beschreibt die Veränderungen einer Frau im Klimakterium als geradezu eine Befreiung des "Östrogen-Nebels" der sich in der Pubertät über uns gelegt hat.

Die Frauen werden klarer im Kopf, stellen sich anderen Fragen über ihr Leben, es geht nicht mehr nur um Familie und Kinder sondern um die Verwirklichung der Träume, welche die Frauen früher schon hatten.


Achtung Ehemänner, eure Frauen werden ungemütlicher ! Wenn der Östrogen Nebel etwas weicht kommt das Testosteron mehr zum Vorschein und die Frauen setzen sich mit ihren Wünschen auseinander, mit Dingen, die sie vielleicht schon lange vernachlässigt haben.

Schluß mit nur noch kuscheln, jetzt wird studiert, gefaulenzt, der Haushalt gemacht wenn ich Lust hab. Natürlich gibt es auch Schattenseiten, die nicht so einfach zu verkraften sind. Wir kriegen Falten, sind nicht mehr ganz so durchtrainiert wie früher. Es zeichnet sich die eine oder andere kleine Hautfalte ab, die vorher nicht da war und das ist selbst für selbstbewusste Frauen nicht ganz so einfach wegzustecken. Aber ich mach das Beste daraus und ich kann es mir auch erlauben, denn ich habe und hier kommt nun etwas kitschiges aber für mich sehr Wahres und Schönes, einen Mann der mich liebt ganz und gar, egal ob mit kleinen Pölsterchen oder Falten. ob meine Haare nun lang und brünett oder kurz und grau sind. Darauf bin ich sehr stolz und ich bin mir auch bewusst, dass das nicht alle Frauen meines Alters sagen können.


Aber Kopf hoch und Mut zur Veränderung, wenn ihr merkt, das es euch nicht gut geht !!!


vielen Dank Ildiko von Kürthy und Dr. Sheila de Liz


Alexandra Hiller




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